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Rede zur Eröffnung der Ausstellung FREIHEIT

Vereinfacht ausgedrückt ist Freiheit die Abwesenheit von Zwang,
also die Möglichkeit, nach eigenem Gutdünken entscheiden und handeln zu können.

Tatsächlich ist der Freiheitsbegriff sehr vielschichtig und komplex.

Er umfasst gleichzeitig psychologische, soziale, kulturelle, religiöse, politische und rechtliche Dimensionen.

Wegen der großen Bedeutung gehört Freiheit zu den zentralen Begriffen der menschlichen Ideengeschichte.

Vom Altertum bis in die Neuzeit gab es nur wenige Beispiele freiheitlicher Gesellschaftsordnungen,
und nur für wenige Bürger herrschte Freiheit.

Erst im Zeitalter der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Grundlagen gelegt für den Übergang vom Obrigkeitsstaat zu demokratischen Gesellschaftsordnungen.

Die wichtigsten Wegbereiter waren John Locke, Jean-Jacques Rousseau, Voltaire, Immanuel Kant und Friedrich Hegel,
John Stuart Mill und Adam Smith.

Ein erstes und sehr wichtiges Manifest einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung der Neuzeit ist die Verfassung der USA.

Nach mehrjährigen heftigen Auseinandersetzungen zwischen den amerikanischen Siedlern und der britischen Krone kam es schließlich zum Bruch:

In der Unabhängigkeitserklärung 1776 proklamierten
13 britische Kolonien in Nordamerika ihre Loslösung
von der Obrigkeit Großbritanniens - und ihr Recht, einen eigenen, souveränen Staatenbund auf demokratischer Grundlage zu gründen.

Dreizehn Jahre später 1789, stürzte das französische Volk nach Missernte, Hungersnöten und unerträglichen Steuerlasten
den feudal-absolutistischen Ständestaat der Monarchie.

Stattdessen forderte das Volk „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“.
Danach verkündete die französische Nationalversammlung
die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.

Die Propagierung und Umsetzung dieser Ideen führten zu tiefgreifenden macht- und gesellschaftspolitischen Veränderungen
in ganz Europa. Sie haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend geprägt..

1948 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.
Heute beziehen sich die meisten demokratischen Verfassungen auf sie, - aber nicht in allen Teilen der Welt sind sie selbstverständlich.

 

Der Freiheit wird man sich am besten bewusst,
wenn man Unfreiheit erlebt hat:
- in der Diktatur
- in der Fremdherrschaft
- in der Sklaverei
- in der Leibeigenschaft
- im Gefängnis
- in kriminellen Aktionen, z.B. als Geisel.

 

Wir haben das Glück, in einem demokratisch verfassten Staat zu leben.
Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland,
1949 verabschiedet, garantiert Gleichheits- und Freiheitsrechte
für alle Bürger nach Artikel 20, Abs. 2:
"Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“

Wesentliche Grundfreiheiten sind
- Handlungsfreiheit,
- Vertragsfreiheit
- Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit
- Religionsfreiheit
- Gewissensfreiheit
- Meinungsfreiheit
- Pressefreiheit
- Freiheit der Kunst, der Forschung und der Wissenschaft
- Koalitionsfreiheit
- Versammlungsfreiheit
- Post- und Fernmeldegeheimnis
- Freizügigkeit
- Berufsfreiheit
- Eigentumsschutz
- die Unverletzlichkeit der Wohnung
- Testierfreiheit und
- das Asylrecht

Ist die Freiheit bedroht? -
Ja, sie ist bedroht durch Extremismus, Rassismus,
Terroranschläge, Kriminalität, und
durch die Auswertung der Datenflut durch die Wirtschaft,
den Staat und die Geheimdienste.
Und durch die dadurch erzeugten Ängste davor.

Der Ruf nach mehr Sicherheit induziert gesetzliche Schritte,
die die Freiheit scheibchenweise einschränkt.

Am Ende steht der gläserne Mensch, der beliebig manipuliert
werden kann.

Gegen diese Entwicklung ist dringend Widerstand geboten!

Der frühere Innenminister Gerhard Baum forderte deshalb eine starke Bürgerbewegung zum Schutz der Bürgerrechte und der Privatheit.

 

Beinahe 80 Künstlerinnen und Künstler haben ihren persönlichen Aspekte der Freiheit in ein Kunstwerk gefasst.

Was hat die Künstler bewegt ? :

- das alte Volkslied "die Gedanken sind frei"
- die Ur-Sehnsucht des Menschen, wie ein Vogel oder wie ein
Schmetterling sich in die Lüfte zu erheben
- die Vorstellung, in die Ferne der Meere aufzubrechen
- die Grenzenlosigkeit und die Begrenztheit
- die Meinungs- und Pressefreiheit
- die Freiheit und die Unfreiheit
- oder ist die Freiheit nur eine Illusion ?

Gehen Sie nach der Performence auf Entdeckungsreise

Nun möchten wir uns noch bedanken :
- Bei den Künstlerinnen und Künstlern, die mitgemacht haben
- Bei der Leichlingen-Stiftung der KsK Köln für die finanzielle Unterstützung der ausstellenden Künstler.
- Bei allen, die uns auf dem Weg begleitet und tatkräftig unterstützt haben.
- Bei all jenen, die durch ihre Mitgliedschaft im Förderverein die Basis des SinnesWaldes stärken.
- Bei allen Kuchenbäckern für die heutigen kulinarischen Genüsse, die es erst ab 17 Uhr gibt
- und Ihnen, liebe Gäste, danken wir für Ihr Kommen !!

 

Es spricht nun unser
Bürgermeister Frank Steffes

Nun spricht noch zu uns:
Herr Christian Brand
Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Köln.

 

Schlußworte

Der „Förderverein SinnesWald“ wird auch in diesem Jahr
wieder das beliebteste Kunstwerk dieser Ausstellung prämieren.

Sie / Ihr, die Besucher, trefft die Auswahl !!!!
Stimm-Zettel dazu befinden sich im Briefkasten
am Haupt-Eingang des SinnesWaldes und im Info-Kasten am Wehr -
und heute am Stand des Fördervereins bei der Spinnerei.

Dort gibt es heute außerdem die Verlosung von vier Kunstwerken.
Dafür gibt es einen Tombola-Verkaufs-Stand:
Dort kann man die Kunstwerke besichtigen und Lose erwerben.
Der Erlös soll dem Förderverein SinnesWald zugute kommen.
Also, kommt und kauft Lose zu 2 €

Und außerdem kann man dort abstimmen für unsere Bewerbung bei Wir für Rhein Berg. danke dafür

Nun wird Martin Pässler ein paar Worte zur folgenden Performance sagen.

Im Anschluss bitten wir alle Künstler, sich rasch zum Gruppenfoto unten im Rondel aufzustellen -
um dann zu den Kunstwerken und den Diskusionen zu gehen.

 

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