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Rede zur Eröffnung "ACHTSAMKEIT"

Achtsamkeit  ist erlernbar. Ariane Schuster zeigt dazu eine Installation und eine Anleitung zu ihrer Einübung mit Hilfe der Meditation.

72 Künstler und zwei Schulklassen haben  sich mit vielen Aspekten des Themas auseinander gesetzt und ihre Gedanken in Kunstwerken und Worten ausgedrückt.

Ein paar Beispiele:

Thomas Trier formuliert: „ Der achtsame Mensch sitzt ganz entspannt im Hier und Jetzt, auf dem Scheitelpunkt zwischen Zukunft und Vergangenheit.“

Peter Berth meint: Achtsamkeit erfordert  wache  Sinne, gute Augen, große Ohren.

Wolfgang Sendermann findet: die smart phones etc. gefährden die  ganzheitliche Wahrnehmung, weil das direkte Gegenüber fehlt.

Einige Künstler verweisen auf die Schnelllebigkeit  unserer Industriegesellschaft, die uns kaum Zeit lässt, die Balance zu halten, in der eigenen Mitte zu bleiben.

Die Klasse 8 a der Realschule stellt fest: „Unser Lebensweg beginnt auf einer Blumenwiese - und bei jedem weiteren Schritt, den wir gehen, hinterlassen wir Spuren aus Müll.“

Elfie Helmich ärgert sich, dass ihre Hausarbeit nicht genügend Achtsamkeit erfährt, wenn sie z. B. 61 Socken ihrer umfangreichen Familie der Waschmaschine entnimmt, um sie paarweise zu sortieren.

Claudia Becker Kirmse äußert: „ …man sollte meinen, wir wüssten, was Achtsamkeit ist.“

Wissen das wirklich alle ?- Und handeln dann dennoch unachtsam ?

Wir verschleudern die natürlichen Rohstoffe,
wir vermüllen die Meere,
wir zerstören die Regenwälder,  
wir verpesten die Luft,
wir verbrauchen immer mehr Land für Städte und Infrastruktur für die rasant wachsende Weltbevölkerung.
In vielen Ländern toben Kriege.

Die Welt wird geleitet von zwei grundlegenden Prinzipien:
dem männlichen – im Chinesischen yang genannt
und dem weiblichen – dort yin genannt.

Das männliche Prinzip beinhaltet das Aktive, das Vorwärtsdrängende,  Kämpferische, das alles Ergreifende.
Das weibliche Prinzip verkörpert das Weiche, das Passive, das Bewahrende, das Aufnehmende, das Achtsame.

Unsere Welt wird dominiert durch das männliche Prinzip,
das Patriachat.
Die Schlagworte sind: Materialismus, Kapitalismus, Wachstum, Gewinnmaximierung und Globalisierung .  
Es ist erforderlich, das weibliche Prinzip so massiv zu stärken, dass yang und yin ins Gleichgewicht kommen.

Es wäre vermessen anzunehmen, eine solche Ausstellung würde die Welt verändern - wohl aber das Bewusstsein der Akteure –
und vielleicht auch das der Besucher.